der komparativ

November 25, 2005


baby-sitting, oder eher kinder-sitting ist ne`anstrengende sache. ich hütete gestern das söhnchen von fr. müller. 4 jahre alt. ich dachte mir meine güte dem söhnchen mach ich schön die glotze an, und gut ist. dann kann er ganz in ruhe kika gucken, und ich mach’s mir auf dem sofa mit diversen frauenzeitschriften gemütlich. nix da. das ging genau eine viertel stunde gut. dann meinte das söhnchen, wir machen jetzt mal den fernseher aus. ach, wieso denn das…? das söhnchen wollte lieber mit mir autos spielen. na, prima. fr. müller hatte mir im vorfeld schon mal erzählt, dass sie persönlich nicht mit ihrem söhnchen autos spielt. findet sie glaube ich genauso schwierig, wie ich. autos spielen. wie geht das? was macht man da, damit’s spass bringt? kann das überhaupt spass bringen? ich möchte nicht mit einem spielzeugauto spielen und dazu fahrgeräusche machen. das finde ich doof und absolut langweilig. das söhnchen hatte nach einer kurzen zeit dann auch ein einsehen mit mir. dann wollte das söhnchen was süsses. ja, das war ja jetzt klar. hatte fr. müller mich doch angewiesen, dass das söhnchen erst sein schinkenbrötchen essen muss, und dann noch eine kleinigkeit bekommt. wie mache ich ihm das jezt klar, ohne das es geschrei gibt…irgendwie hatte ich ihn überzeugt. wenn auch mit bestechung. ich hatte nämlich noch ein ganz tollen laster für ihn in meiner tasche. er mümmelte nicht wirklich genussvoll auf dem brötchen rum. ein viertel war weg, und dann war schluss. das war’s .und nun? wie sich später herausstellte erzählte das söhnchen seiner mama, ich hätte das brötchen auch ganz falsch zugeschnitten. nicht quer. sondern längs. ich dachte mir aber längs ist’s besser, dann kann er’s einfacher abbeissen. naja. egal. jetzt wollte er natürlich die noch ausstehnde süssigkeit bzw. meine überraschung. ich suchte meine tasche und eh, ich mich versah hatte er einen riesen fruchtzwerg in seinen händchen. ich war nicht schnell genug. naja. auch gut. als ich dann kurz in der küche war, klingelte das telefon. und als ich aus der küche rannte hatte das söhnchen schon den hörer in der hand und erzählte „meine mama ist auf ner’ party“…ohje, ich nahm den hörer, gab mich als babysitter zu erkennen und am anderen ende meldete sich eine dame von der bank. nein. wie unagenehm. naja. halb so wild. wir machten dann einige puzzel. einige. war aber ok. da das söhnchen immer noch etwas erkältet war und ständig seine socken auszog, sagte ich ihm er solle bitte die socken anziehen sonst würde er noch kranker werden. da meinte er doch, ohne dabei eine miene zu verziehen “ das heisst nicht „kranker“, sondern „kränker“, kranker ist falsch! was?! quatsch! ich sage seit jahr und tag „kranker“. das kann doch nicht falsch sein. ich befragte dazu 2 freunde, von denen ich ausgehe diese beherschen nun wirklich die deutsche sprache. beide meinten auch es heisst „kranker“. ich hab dann im duden nachgeschaut. „kränker“, es heisst tatsächlich „kränker“. wieder was dazugelernt. danke, söhnchen von fr. müller. gut. sehr gut. wir spielten dann noch so rum, machten rolle vorwärts- und rückwärts, und handstand und schubkarre. und er wurde und wurde nicht ein kleines bischen müde. ich aber dafür umso mehr. dann kam endlich der von mir und ihm ersehnte papa zur türe herein. mit ner ladung von mc donald’s im gepäck. juhu! ich freute mich glaube genauso wie das söhnchen. bevor die beiden alles ausgepackt hatten, war ich glaube schon zu hause. meine güte war ich müde. also an dieser stelle mal hut ab, an fr. müller, da muss ich wohl noch einiges an kondition zulegen und evtl. nochmal die deutsche grammatik auffrischen.

ohne worte

gammelfleisch

November 24, 2005


hat ja bestimmt schon jeder mitbekommen, gammelfleisch ist im umlauf. wie eklig. fr. visa hat gestern in nrw leberwurst gekauft. was da wohl so alles drin ist? sie fragte die metzgersfrau ob da gammelfleisch drin sei. die metzgersfrau verneinte dies natürlich. hallo? klar in unserer wurst ist gammelfleisch drin. mhh, lecker. haben wollen… sehr geschäftsfördernd….fr. visa war das ja auch irgendwie klar, hierauf im zweifelsfall keine wahrheitsgetreue antwort zu erhalten. sie meinte aber die antwort hätte ihr ein wenig den zweifel genommen. das sei wie beim klamotten kaufen, man zieht ein teil an was einem total gut gefällt, weiss aber beim blick in den spiegel das es angezogen an einem nicht ganz so gut aussieht wie man es sich vorgestellt hat. man würde es aber sooo gerne haben. man fragt um die aufgekommenen berechtigten zweifel zu besänftigen, die verkäuferin. die sagt dann, das teil stehe einem hervorragend und überhaupt.. und zack, hat man’s gekauft. man trägt es nach hause, wohlwissend, dass das eben nicht wirklich ein überzeugungskauf war. man schaut es sich noch einmal an. spielt mit gedanken es dann halt einfach wieder umzutauschen. dann wird es in den schrank gehängt, oder gelegt. man verdrängt die anwesenheit dieses teils, und so fristet es dann neben den anderen fehlkäufen so sein dasein. genau dieses schicksal wird auch die gestern in nrw gekaufte leberwurst ereilen, als sie von fr. visa ganz hinten in den kühlschrank gelegt wurde. ( nicht das sie da ewig liegt, die wurst, nein…sie wird nur mit grösster wahrscheinlichkeit nicht gegessen werden). man braucht sich da ja nichts vormachen. begründete zweifel haben im zweifel absolut ihre berechtigung.

besser ist das vielleicht

total uncool

November 18, 2005


cool oder uncool. ich halte mich für weniger cool. wobei ich eigentlich uncool zu sein schon wieder cooler finde als cool zu sein. unterhält man sich mit vertrauten menschen, so finden sich die meisten nicht so recht cool. berichtet wir häufig von diversen unzulänglichkeiten. da paaren sich unsicherheiten mit selbstzweifeln. ängste mit mangelndem selbstbewusstsein, oder auch selbstwertgefühl. neulich fragten fr. visa und ich uns, worin eigentlich der unterschied zwischen selbstwertgefühl und selbstbewusstsein besteht. gibt es da überhaupt einen? hat man das eine überhaupt ohne dem anderen? ich fragte andere wie sie den unterschied definieren. es gab verschiedene auslegungen. aber sie unterschieden sich nicht wirklich. manche leute wirken halt vielleicht nur so cool, sind es aber in wirklichkeit gar nicht. es ist doch häufig so, dass man unsicherheiten mit einer vorgeschobenen „sicherheit“ kompensiert. oft werden leute als arrogant tituliert, sind es aber eigentlich gar nicht. nur weil sie eine gewisse unsicherheit mit sich herumtragen, und diese vor anderen zu verbergen versuchen. sie wirken dann halt nur auf andere so cool. trifft man auf jemanden, der einem cooler erscheint als man selbst, so wird einem bewusst wie uncool man eigentlich ist. um das aber sich, bzw. dem anderen nicht einzugestehen, versucht man die coolheit des anderen zu toppen. funktioniert das etwa wirklich so..keine ahnung. vielleicht sind wir ja alle total uncool. und keiner gibt’s zu. ein grossteil meiner freunde und bekannten stehen aber zu ihrem uncoolsein. das finde ich persönlich viel cooler. coolsein ist vielleicht nur dann cool, wenn es einem gar nicht bewusst ist, dass man cool ist. alles andere ist uncool. da oben auf dem bild, dieser absolut lässig aus’m fenster guckende hund. der war sich seiner „coolheit“ doch mit sicherheit nicht bewusst, oder?

sau cool

pilzgetränk

November 14, 2005


puh. das war ein langer ausgehabend gestern. wir trafen uns am sa. schon gegen 20.00h und besuchten eine ausstellung. mit anschliessender party. eigentlich wollte ich ja gar nicht so lange machen und auch nicht soviel alkohol zu mir nehmen. aber es kam wie immer anders. ich gebe zu, manchmal gehe ich ja genau mit diesem vorsatz weg. ich weiss dann schon kurz vorm wochenende, dass ich mich sehr darauf freue bier zu trinken. naja. schlimm ist das glaube ich ja nicht. schlimm ist aber schon, dass ich mir nicht wirklich vorstellen kann, an solchen abenden keinen alkohol zu trinken. zu hause trinke ich nie. nur in gesellschaft. das ist aus medizinischer sicht wahrscheinlich auch nicht so ganz unbendenklich. dennoch habe ich ja auch durchaus phasen in denen ich nicht ausgehe, und somit auch nix trinke. es ist dann in diesen zeiten nicht so, als würde mir etwas fehlen. insofern mache ich mir da keine grossen gedanken. was uns, d.h. fr. müller und mir z.zt. mehr und mehr auffällt ist der deutlich zunehmende drogenkonsum. darunter fällt jetzt mal alles ausser alkohol und zigaretten. ich persönlich habe bis dato „nur“ getrunken und geraucht ( zigaretten). sonst nichts. der ein oder andere in meinem sozialen umfeld hat durchaus mal die ein oder andere erfahrung mit rauschmitteln gemacht. gemacht. sprich vergangenheit. jugendlicher leichtsinn.meine mädels und ich haben damit eigentlich rein gar nichts am hut. wir rauchen zigaretten und trinken gelgentlich mal einen über den durst. wir empfinden das dann als lustig. wir sind dann albern. haben spass. und am nächsten tag gehts uns schlecht. in der letzten zeit wurden fr. müller und mir jedoch des öfteren mal das ein oder andere rauschmittel angeboten. ab und an kam es auch vor, dass man uns fragte auf was wir denn grade so unterwegs wären. hallo? das ist mir früher nicht passiert. machen wir den eindruck als würden wir uns irgendwelche komischen sachen reinpfeiffen. wie schon gesagt ich habe davon keine ahnung. ich weiss nicht wie es ist solche kram zu nehmen. ich will es auch nicht wissen. es wird ja schon seine „positiven“ eigenschaften haben, so zeug. sonst würden es ja nicht soviele nehmen. wenn wir jetzt aber nunmal mit bierchen und sekt lustig drauf sind, in etwa wie andere mit dem kram, dann bleib ich doch lieber bei meinem bierchen und fr. müller bei ihrem sekt. gestern begab es sich, dass man uns einladen wollte. wie nett, oder?! also wenn ich sowas schon höre. ich finde sowas, sowas von daneben. diese art von einladungen lehnen wir aber mal dankend ab. aber sicher gibt es genügend junge dinger die das nicht machen. und da wirds doch dann wirklich kriminell. mir ist es egal wenn leute meinen sich den kram reinziehen zu wollen. sollen sie ruhig machen. aber sie sollen es doch dann bitte einfach für sich behalten. naja. mich hat das irgendwie die letzte zeit etwas irritiert. das da so viel am laufen ist. bei leuten die ich kenne, und von denen ich dachte die lehnen diese art der rauschbesorgung genauso dankend ab wie fr. müller und ich. auch dachte ich bis dato, dass es ein bestimmtes klientel bzw. bestimmte lokalitäten und veranstaltungen gibt, wo das ein oder andere stöffchen halt mehr oder weniger im umlauf ist. aber, nee. irgendwie ist es egal wo man hingeht. zumindest ist das die letzten male so meine erfahrung gewesen. finde ich ganz komisch. sehr komisch. war das schon immer so? oder hat das wirklich erst seit geraumer zeit so zugenommen? und wenn ja, warum denn nur? komisch. naja. wir waren auf jedenfall am so. um 9.30h wieder zu hause. ich hatte glaube noch genau eine kalorie übrig die es galt sehr geschickt einzuteilen. sie ermöglichtete mir noch in meine wohnung zu kommen, und noch die stiefel auszuziehen und dann mit klamotten auf dem sofa einzuschlafen. klar gings mir heute ziemlich miserabel und ich sah auch alles nadere als erholt aus . und ich bin darauf auch nicht allzu stolz soviel bier und sekt getrunken zu haben. stolz bin ich aber darauf, sooo lange ohne hinzuziehen anderer hilfsmitteln durchgehalten zu haben. und wenn man mich kennt und weiss wie ich körperlich konstituiert bin, dann ist das aber allemal eine leistung! gut mir wirds morgen wahrscheinlich auch noch nicht wieder 100% gut gehen, das ist immer so nach solchen körperlichen strapazen. so muss das auch sein. so und auch nicht anders.

cheers

einschnitte

November 9, 2005


so heute ist es ja dann soweit . der 9. november. bis jetzt ist noch nichts wirklich tragisches passiert. doch, aber nicht so tragisch wie bisher am 9. november. ich fuhr heute vormittag mit meinem papa zum friedhof. wir parken immer am jüdischen. und dann machen wir die große runde. die runde wird ja von jahr zu jahr grösser. ein teil der familie ist jüdisch, der andere teil nicht. so liegt ein teil auf dem nordfriedhof und der andere teil auf dem jüdischen friedhof. beide liegen in wiesbaden direkt nebeneinander. bepackt mit kerzen und steinchen gingen wir los. zuerst zu meiner mama. dann zu meiner tante, oma und opa. stellten jedem ein kerzchen hin, und legten die steinchen ab. steinchen anstatt blumen. das ist jüdische tradition. weil blumen vergänglich sind, und steine eben nicht. die jüdischen gräber bleiben ja für die „ewigkeit“. da wird nix irgendwann plattgemacht. naja, ich kann ja nicht soviel mit dem friedhof anfangen. schon gar nicht im november. als wir dann zum auto zurückliefen, sahen wir das jemand das verdeck vom auto aufgeschlitzt hatte. ich kann gar nicht sagen wie „weh“ mir das getan hat. das autochen ist noch von meiner mama. da war sie ganz stolz drauf. als sie dann nicht mehr war, hat mein papa es für sie in ehren gehalten. erst vor 2 wochen hatte mein papa ein neues verdeck gekauft, weil das alte undicht war und dazu auch noch recht schäbig aussah. meine mama war nämlich eine ganz ordentliche. das hätte sie so nicht gewollt. ihr auto so vergammelt. naja. meinen papa hat das glaube gar nicht so sonderlich gestört. aber, wie gasagt. meiner mama hätte das so wie es aussah ganz und gar nicht gefallen. und jetzt. am 9. november, am todestag meiner mama, schlitz irgendein wichser das verdeck von ihrem autochen auf. das, das ganze auf dem parkplatz des jüdischen friedhofs passiert ist, lässt ja evtl. auch so einiges vermuten. nee, aber das hat mir sowas von leid getan. auch, oder besonders für meinen papa. wer macht denn sowas? das sind so glatte schlitze, wie man sie nicht besser, als mit einem messer hinbekommt! ich hoffe derjenige, der das gemacht hat bekommt irgendwie in seinem leben nochmal so „richtig“ sein fett weg!

ein tag im november

mosquito- attacke

November 3, 2005


das war eine richtig gute nacht. heute nacht. ich glaube alle im november noch lebende schnaken aus dem raum wiesbaden waren heute nacht bei mir zu hause. das waren nicht grade wenige. wegen dem oktober 2005. weil der ja so warm war. nehme ich mal an. anders kann ich mir das nicht erklären. bis noch vor wenigen jahren reagierte ich höchst allergisch auf die tiere. ich reagierte auf schnakenstiche, wie andere auf wespenstiche. die einstichstellen erinnerten bei mir an tennisbälle. an knallrote. ich hatte mal einen stich am arm. die schwellung war so groß, dass der arzt mir den ärmel meines sweatshirts aufschneiden musste. den arm hätte ich sonst nicht zur behandlung aus dem ärmel bekommen. gut, dass war wirklich auch ein extremfall. heute morgen erinnerte mich das was ich da an mir sah allerdings sehr stark an den zurückliegenden stich. das wirklich lästige ist aber gar nicht mal die optische entstellung. die beulen tun auch richtig weh. häufig wurde ich heute nacht wach. an schnaken dachte ich da anfangs aber nicht. erst als die katze zu höchstformen auflief. die katze ist ja sonst äusserst ruhig. heute nacht war sie allerdings alles andere als ruhig. sie rannte über tische und bänke. über mich. über meinen kopf. über meine beine und arme. sie liess nichts aus um die viecher zu erwischen. sie bekam sie aber anscheinend nicht. ich zähle an händen, hals und gesicht 8 stiche. nicht tennisball gross. noch nicht. auch ich versuchte dann die viecher zu erledigen. abgesehen von den folgen die die anrichten, empfand ich das ganze flugmannöver von denen auch als empfindliche lärmbelästigung. es erinnerte im tiefschlaf an eine battalion von kleinste hubschraubern die in den krieg zu ziehen gedachten. ich orientierte mich also mit meiner fliegenklatsche an der katze. ich selbst sah die viecher ja gar nicht. ohne erfolg. die waren alle zu flott unterwegs. sie bewegten sich in höhen die für mich unerreichbar waren. ich legte mich nach meheren versuchen wieder ins bett. es war ja schliesslich mitten in der nacht. ohropax in die ohren und decke über den kopf. und ruhe war. trügerische ruhe, schaue ich mich heute morgen an. an fr. müller und hr. schweiger: sehe ich am sa. noch so aus wie heute. bleibe ich zu hause. die stiche sehen aus wie riesige pickel. wie furunkel, oder abzesse. ich bin deformiert. das eine auge erkennt man an solches gar nicht mehr. es erinnert an einen sehschlitz. auch die ohnehin nicht winzige nase, hat an umfang das 3fache volumen angenommen. das sieht scheisse aus. wirklich. ich gehe jetzt in die apotheke, und hole mir etwas gegen die schwellungen und den unsäglichen juckreiz.

schnick schna(c)k schnuck