as time goes by

Januar 11, 2006


den kolibri post hat’s ins nirvana verschlagen. oder in die hauptstadt. das nimmt sich hier grade nicht viel. beides es ist mir nun abhanden gekommen. schrecklich traurig. wie schon bereits erwähnt, es fällt mir so schwer blöde veränderungen anzunehmen. vielleicht hängt das ganze drama ja auch mit der vogelgrippe zusammen. herrscht nicht stallpflicht für gefährdetes federvieh ? zieht dieser virus nicht ohnehin z.zt. mehr und mehr in westliche gefilde ? ich sage es mal so, der ‘post’ musste in quarantäne. oder einfacher gesagt, der vogel musste in die weit entlegene hauptstadt der republik zurück. dorthin zurück, wo er einst herkam. die stadt ist ja weit genug weg. mögliche ansteckungsgefahren sind dann ersteinmal auf diese entfernung so gut wie ausgeschlossen. das federvieh ist nämlich nicht zu unterschätzen. ist es in der mauser, findet man noch überall wo es einmal war, überbleibsel jeglicher art. ich muss jetzt noch ein paar tage abwarten, ob ich infiziert bin. die inkubationszeit beträgt ja nur wenige tage. danach weiss ich dann mehr. ich denke mein immunsystem ist aber stark genug. bis auf leichte grippe-ähnliche beschwerden habe ich hoffentlich nicht viel mehr zu erwarten. das alleine reicht mir dann aber auch. mehr muss es dann auch wirklich nicht sein. da steckt man aber leider nicht drin. es bleibt abzuwarten.

bye, bye

wie gewonnen

Januar 10, 2006


er ist weg, der kolibri (post) ! manche dinge kommen und gehen. einfach so. zack, da. zack, weg. was von alleine kommt, geht auch wieder von alleine, pflegte meine oma gelegentlich zu sagen. so, oder so ähnlich. naja, ganz so kann es aber auch nicht sein. besonders nicht in diesem fall. denke ich. aber etwas wahres scheint ja schon dran zu sein. wäre er sonst weg ? muss man ja nicht verstehen. wer weiss, wozu es gut ist ?!

so zerronnen

dill

Januar 7, 2006


ein wunderbarer kolbri landete vor geraumer zeit auf meinem kleinen rechten oberam. er machte den anschein etwas länger verweilen zu wollen. nein, ich war auch gar nicht bereit ihn gleich wieder weiterfliegen zu lassen. so süss und selten war er in seiner art, ich war begeistert. sehr aussergewöhnliches exemplar. allerdings, auf meinem oberarm konnte er nun ja auch nicht auf dauer verweilen. so beschlossen wir, nonverbal, ein wenig zeit miteinander zu verbringen. wir gingen zusammen aus, teilten streckenweise tisch und bett, und verbrachten sehr schöne tage miteinander. wir verstanden uns prächtig. allerdings sind die lebenräume dieses kolibris bedauerlicherweise so ganz anderer natur, als die meinigen. das war mir auch von anfang an klar. ich wusste nur zu gut über die begrenzte aufenthaltsmöglichkeit dieses kolibris in meiner umgebung, bescheid. die zeit verflog wie im flug. und nun, rückt der zeitpunkt des abschiednehmens in unmittelbare nähe. ich werde das vögelchen bald wieder weiterziehen lassen müssen, was mich durchaus traurig stimmt. es hat in der nur kurzen zeit schon ein festes plätzchen in meinem herzen eingenommen. mir ist dennoch bewusst, dass er weiterziehen muss. nicht meinetwegen, nein. seinetwegen. ja, so ist das. ein paar gemeinsame tage bleiben uns noch. diese gilt es vorallem zu geniessen. und, sollten wir einander so mögen wie es den anschein hat, dann werden wir uns sicherlich auch wiedersehen. ich für meinen teil würde es mir wünschen.

oregano

am haken

Januar 5, 2006


ich bin ja eher von der sorte mensch, die es „sicher“ mögen. einen gewissen grad an sicherheit brauche ich in schon in meinem leben. in vielen bereichen. obwohl, zuviel sicherheit mich wiederum einschränkt, zumindest vom gefühl her. das war, und ist auch eines meiner grössten probleme glaube ich. nein, es ist nicht wirklich ein problem, es löst eher eine gewisse zerissenheit in mir aus. einen für mich persönlich annähernd optimalen zustand, habe ich in vielen bereichen meines lebens bisher noch nicht erreicht. ich war des öfteren schon nahe dran. glaube ich. aber leider dann meist nicht auf dauer. ich habe einen latenten hang zum stagnieren. es ist so herrlich einfach. man muss gar nichts dafür tun. es fühlt sich sicher an, und ein gefühl der geborgenheit macht sich dann in dieser kleinen bewegungslosen welt breit. irgendwann aber auch unsagbare langeweile. eigentlich mag ich es nämlich auch, wenn nicht alles so geregelt ist. in solchen phasen merke ich dann mehr denn je, dass ich lebe. da ist dann bewegung drin. das ist eigentlich ganz schön. gravierende veränderungen in meinem leben mag ich aber ganz und gar nicht. nicht wenn ich sie nicht selbst ins leben gerufen habe. ganz besonders nicht, wenn sie weniger schön sind. egal. lieber ist es mir wenn ich veränderungen selbst in angriff nehmen kann. zeit dafür habe, mich auf sie einzustellen. dann ist’s ok. dann gefällt es mir. naja. an einem sicheren haken mit spielraum hängen. ein haken, der mich hält. ein haken, der aber auch viel bewegung zulässt. das wäre ein erstrebenswerter zustand für mich, glaube ich. und das fast in allen bereichen des lebens. eine nahezu perfekte kombination, wie ich finde. da baumle ich dann also an einem solchen haken. etwas freischwebend, aber dennoch nicht ohne halt.

ach, ja…

la misere

Januar 3, 2006


was einem passieren kann, wenn man einen darmverschluss erleidet. nun ja. also, ich dachte ich hätte da schon eine leichte ahnung, was so an symptomatik hier anstehen könnte. das was ich aber lesen musste, was als symptomatik auftritt, übertraf wirklich bei weitem meine künsten vorstellungen. eine sehr gute freundin von mir, den namen lasse ich bewusst einmal weg, litt einige tage lang an komischen bauchschmerzen. es waren nicht wirklich bauchschmerzen, es war vielmehr ein aüsserst seltsames gefühl im bauchraum. auch sonst ging es ihr miserabel. allerdings keine typischen anzeichen einer magen-darm verstimmung. sehr seltsam also. da diese freundin, ähnlich wie ich, sehr genau auf sämtliche zeichen ihres körpers achtet, machte sie sich sorgen. ihre eltern, ähnlich wie meine, spielten ihre leiden auf ein minimum herunter. das scheint im übrigen, bei in medizinischen berufen arbeitenden menschen, häufig so zu sein. wenn ich zu meiner mutter sagte: mama, wenn ich hier auf den kopf drücke, dann tut es da weh. dann sagte sie: dann drück da halt nicht drauf. punkt. thema erledigt. also wie schon gesagt, die freundin hatte also dieses komische gefühl im bauch. wir telefonierten, und spekulierten. sie bat mich dann einfach mal „darmverschluss“ zu googeln. einfach mal schauen ob ihre symptomatik, mit der bei einem darmverschluss, übereinstimmungen aufweist. gesagt, getan. und dann dieses:

Der Darminhalt staut sich bis in den Magen, was zum Erbrechen von Kot führt ( = Miserere).

wie ekelhaft ist das denn bitte? wie schlecht muss es einem bitte gehen, dass man „kot“ erbricht?
wir waren uns daraufhin einig, dass meine freundin solange sie also keinen kot erbricht, wohl auch keinen darmverschluss hat. zwar war ihr nachdem ich ihr jene zeile vorgelesen hatte tatsächlich übel, mir aber zu ihrer beruhigung auch. im übringen. meine freundin betrank sich noch an diesem tage aufgrund einer feierlichkeit, und am nächsten tag ging es ihr widererwartend viel besser.

miserere: lat. erbarme dich

nun ist es da

Januar 3, 2006

silvester war sehr schön. wenn auch mit kleineren anlauf-
schwierigkeiten. bis 17.00h hatte ich eigentlich überhaupt keine ambitionen diesen tag bzw.die nacht, kombiniert mit alkohol, mir mal wieder mehr oder weniger sinnlos um die ohren zu hauen. gemütlich zu hause bleiben hielt ich für eine gar nicht so schlechte idee. die letzten tage, bzw. wochen waren ja geradezu durchsäht von durchzechten nächten. das ist nicht mehr förderlich in meinem alter. nun, aber es war ja silvester. fr. müller, hr. schumann und ich versuchten also unser bestes zu geben. was uns auch sehr gut gelang. ein rundum harmonischer abend. hr. schumann und ich machten dann aber gegen 5.00h schlapp. fr. müller vergnügte sich noch bis in die späten morgenstunden. hut ab! am ersten tag im neuen jahr wurde dann so rein gar nichts gemacht. man hätte etwas machen können, aber man musste nicht. das ist immer schön. komischer weise ging es mir und meinem mitstreiter gar nicht so schlecht. recht gut sogar, was mir bis dato völlig fremd war, an einem 1. eines neuen jahres. vom hunger geplagt entschlossen wir uns zur feier des tages allerlei köstlichkeiten ins haus liefern zu lassen, und später wurde noch auf wunsch eines einzigen herrn, ein grotten schlechter film geschaut. sehr schlecht. mir wurde dann auch im nachhinein kleinlaut recht gegeben. das war aber auch das mindeste, hr. schumann! ansonsten geriet / grät mein leben in den letzten tagen des alten jahres, sowie in den ersten tagen des neuen jahres, ein wenig aus seinen gewohnten fugen. was aber, alles andere als lästig ist. so soll es wohl nun jetzt einfach mal sein. also lass ich es auch genauso mal weiterlaufen. mal sehen wo es hinführt.

das neue jahr