ab jetzt rosarotblau

September 21, 2007

am morgen ist die welt noch in ordnung. mittags, und abends eigentlich auch. also bei mir. ja, doch. das fahrrad, das häßlich mintgrüne damenrad hat diese woche die grätsch gemacht. die gangschaltung machte schon seit wochen zunehmendst schlimme gräusche. zumal die schaltung auch nicht mehr wirklich funktionierte. dann irgendwann krachte es auch richtung sattel, so als ob der gaul jede sekunde unter mir wegbricht. der erste gang ging dann gar nicht mehr und der zweite sprang manchmal in den dritten. manchmal sprang er auch ins leere. kann unangenehm sein. es krachte und garkste beunruhigend. am mittwoch dann traute ich mich damit nicht mehr zu fahren. als reserve hatte ich noch ein zusammengeschustertes mountainbike vom papa hier. er übergab es mir im sommer. schwierig bei diesem fahrrad gestaltete sich die einstellung der sattelhöhe, damals im sommer. steckte das sattelrohr so fest in der sattelrohrvorrichtung, dass es sich keinen milimeter rein noch raus bewegte. der sattel war im sommer definitiv viel zu niedrig. ebenso war er dann am mittwoch immer noch zu niedrig. definitiv. im sommer wählte ich deshalb wohl auch noch die mintgrüne variante. gesunde höhe. am mittwoch dann, sicherheit geht vor. ich habe mich noch nie so beim fahrradfahren geschämt wie am mittwoch dieser woche. ich saß auf dem fahrrad wie der affe aufm schleifstein. wie ein 12 jähriges kind das seit 5 jahren auf ein neues fahrrad zu weihnachten hofft. wie ein depp fuhr ich konstant mit rechtwinklig abgeknickten beinen. ich saß so tief, dass der lenker sich fast auf kinnhöhe befand. und es war kein bonanza-rad. es war ein herrenmountain-bike. dazu regnete es noch. das fahrrad hat kein schutzblech. auch vergaß ich anfangs den fehlenden rücktritt, und die 20 gänge wusste ich auch nicht richtig zu koordinieren. es war zum heulen. auch hatte ich das gefühl, dass von der ecke am ring bis zum park der lenker mir irgendwann fast übern kopf wuchs, und das treten der pedale einer physischen meisterleistung gleichkam. als ich dann endlich an meinem fahrradanlegeplatz vorm büro ankam war ich so dermaßen angepisst das ich voller zorn den hebel vom sattel umlegte und mit all meiner kraft mit einem riesen ruck am sattel zog. und mit einem mal: flutsch! hielt ich 1m sattelrohr mit sattel dran in der hand. es lag wohl im sommer an der hohen temperatur und den daraus resultierenden physikalischen kräften, ausdehnung und so, dass das sattelrohr sich nicht bewegen ließ. wie dem auch sei. der sattel hat nun die richtige höhe. an den fehlenden rücktritt habe ich mich „fast“ schon gewöhnt nur manchmal vergesse ich es noch, kann auch unangenhem sein… und die 20er gangschaltung ist supi. das fehlende schutzblech hat bis jetzt nur einmal zu versauten klamotten geführt. schien ja auch den rest der woche die sonne…

mintgrün war gestern